Der ETH-Rat ist verantwortlich für die Strategische Planung des ETH-Bereichs. Er erstellt diese Vierjahresstrategie zuhanden des Bundes, der daraus den Leistungsauftrag an den ETH-Bereich ableitet.

Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation 2008-2011

In der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft) formuliert der Bundesrat die Leitlinien, Ziele und Massnahmen seiner Bildungs- und Wissenschaftspolitik für eine Periode von jeweils vier Jahren. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, werden auch die entsprechenden Gelder gesprochen.

Die Federführung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft liegt gemeinsam beim Staatssekretariat für Bildung und Forschung und beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, die davon betroffenen Bereiche (ETH-Bereich, Universitäten, Fachhochschulen, Schweizerischer Nationalfonds, Kommission für Technologie und Innovation etc.) werden bei der Erarbeitung stark miteinbezogen. (vgl. Staatssekretariat für Bildung und Forschung). Der ETH-Rat bringt dabei seine eigene Strategische Planung für den ETH-Bereich ein.

Der Leistungsauftrag des Bundes an den ETH-Bereich

Im Rahmen der BFI-Botschaft erteilt der Bundesrat dem ETH-Bereich einen Leistungsauftrag für jeweils vier Jahre. Das Parlament bewilligt dazu einen Zahlungsrahmen für Betrieb und Investitionen des ETH-Bereichs. Auf dieser Grundlage führt der ETH-Rat die ETH Zürich, die EPFL und die vier Forschungsanstalten PSI, WSL, Empa und Eawag; er schliesst dafür mit jeder Institution eine Zielvereinbarung ab.

Zahlungsrahmen des Bundes für den ETH-Bereich 2008-2011

In der Leistungsperiode 2008 bis 2011 beträgt der vom Bundesparlament genehmigte Zahlungsrahmen für den ETH-Bereich 8‘235 Mio. CHF.

Die Ziele des Bundes für den ETH-Bereich gemäss Leistungsauftrag 2008-2011

Der Leistungsauftrag des Bundes an den ETH-Bereich für die Jahre 2008-2011 baut auf den beiden vorangegangenen Leistungsaufträgen und den daraus gewonnen Erkenntnissen auf: Demnach sind die wichtigsten Herausforderungen für den ETH-Bereich die steigenden Studierendenzahlen, die internationale Positionierung und die vermehrte Teilnahme an strategischen Zusammenarbeitsprojekten, die von mehreren Hochschulen und teilweise über alle Hochschultypen (ETH, Universitäten, Fachhochschulen) hinweg lanciert werden.

In der Leistungsperiode 2008 bis 2011 werden u.a. die folgenden, vom Bundesrat beantragten und vom Parlament genehmigten Ziele angestrebt:

  • Der ETH-Bereich bietet eine im internationalen Vergleich erstklassige und attraktive Lehre an und verbessert seinen Platz an der Spitze der internationalen Forschung. Zudem engagiert er sich verstärkt in der bilateralen internationalen Zusammenarbeit.
  • Das im ETH-Bereich geschaffene Wissen wird vermehrt technologisch und wirtschaftlich genutzt und die Kooperation mit der Industrie verstärkt.
  • Attraktive und familienfreundliche Arbeits- und Studienbedingungen fördern die Chancengleichheit und erhöhen den Frauenanteil in Führungspositionen und auf allen Stufen der akademischen Laufbahn. Der wissenschaftliche Nachwuchs wird aktiv gefördert.
  • Der ETH-Bereich engagiert sich aktiv bei der Schaffung des Schweizer Hochschulraums und leistet seinen Beitrag zur Durchlässigkeit der verschiedenen Hochschultypen.

Bundesrat und Bundesparlament haben den ETH-Rat beauftragt, die Einheit des ETH-Bereichs zu verstärken und für die Zuteilung der Bundesmittel an die Institutionen des Bereichs ein leistungsbasiertes Modell zu entwickeln und anzuwenden, welches für das Budget 2012 erstmals zur Anwendung kam.