Leistungsfähige Rechner sind eine zentrale Voraussetzung für die weltweite Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Hochschulen. Für die nationale Strategie Hochleistungsrechnen und -vernetzung ist der ETH-Rat zuständig, die ETH Zürich setzt die Strategie am CSCS im Tessin um.
Seit Bundesrat und Parlament 2009 Hochleistungsrechnen und -vernetzung (HPCN) zur nationalen Strategie erklärt haben, ist das Nationale Hochleistungsrechenzentrum (CSCS) im Ausbau: Bis 2014 ermöglichen Mittel des Bundes und des ETH-Bereichs sowie Beiträge des Kantons Tessin und der Stadt Lugano einen Neubau mit einem nationalen hochleistungsfähigen Spitzenrechner in einem neuen Gebäude in Lugano. Im Oktober 2010 wurde dazu der Grundstein gelegt.
Netzwerkprojekt HP2C
Hochleistungsrechnen ist eine Schlüsseltechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Schweiz. Zur effizienten Nutzung des neuen Hochleistungsrechners wurde unter Leitung von Thomas Schulthess, Direktor des CSCS und Professor an der ETH Zürich, das Projekt HP2C (High-Performance and High-Productivity Computing) als Teil der nationalen Strategie initiiert: Rechner und Programme zur Modellierung sollen besser aufeinander abgestimmt werden. Komplexe Simulationen, etwa der Fluiddynamik oder der Astronomie, die heute monatelang dauern, sollen in wenigen Stunden gelingen. HP2C ist ein Netzwerkprojekt von Schweizer Universitäten, das auch mit Hardwareherstellern an der optimalen Nutzung künftiger Rechnersysteme arbeitet.
Das neue CSCS wird höchst energieeffizient betrieben: Der neue Hochleistungsrechner wird ab 2012 pro Sekunde über eine Billiarde Rechenoperationen durchführen und dabei 3 bis 5 Megawatt Strom verbrauchen. Er wird flüssig gekühlt mit kaltem Wasser aus dem Luganersee. Die Abwärme erhalten die Luganer Industriewerke AIL kostenfrei zur Gebäudeheizung.






